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Korallen
Die Natur Naurus ist
sehr eigenartig und auch außergewöhnlich: Im Küstengürtel und am
oberen Teil des unterseeischen Hangs wird eine Vielzahl von Mollusken
und Krebstieren festgestellt. Man findet Helioporaria-Korallen mit
einem leuchtend kobaltblauen Kalkskelett. Sie sind die einzigen
Vertreter
einer besonderen Ordnung der achtstrahligen Korallen, der Octocorallia.
Ebenso wie die Stein- und die Hydrokorallen bauen die Helioporaria-Korallen
den stabilen Sockel des Riffs. Diese drei Korallengruppen ähneln
einander mit ihrem kräftigen Kalkskelett. Die achtstrahligen Korallen
haben gewöhnlich
ein Skelett aus feinen Kalknadeln, aber Helioporaria ist eine Ausnahme.
Ihre Kolonien sind in Größe und Form mannigfaltig. In Strömungen
und am äußeren Riff sind sie massiv, während die Kolonien in der
Lagune, wo das Wasser still und ruhig ist, wundersam verzweigt sind.
Die Helioporaria-Korallen haben ein ziemlich begrenztes Verbreitungsgebiet,
das sich auf die Äquatorialzone mit Wassertemperaturen nicht unter
23 bis 24 Grad Celsius beschränkt. Als Temperaturgrenze der Steinkorallen
gelten 20,5 Grad Celsius. Der bemerkenswerteste Teil im Innern der
Insel sind fantastisch anmutende Kalksteinzacken und -pyramiden,
die sich in den ausgebeuteten Phosphorittagebauen gebildet haben.
Sie sind vier bis zehn Meter hoch, und zwischen ihnen ist ein ganzes
Labyrinth von Kesseln und tiefen Mulden entstanden. Diese Landschaft
ist derart seltsam, dass sich keinerlei Vergleiche finden lassen.
Quelle:
© AMDAC+ Gesellschaft für Staatenforschung / Christoph Kölzsch
Nauru / Landesnatur / Stand: September 2002
www.amdacplus.org
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